Mutter Lustig – Von der Wäscherei zum rustikalen Ausflugslokal

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IMG_8931Im 19. Jahrhundert wurde Köpenick auch als „Waschküche Berlins“ bezeichnet. Diesen Spitznamen bekam der schöne Berliner Stadtteil durch den unermüdlichen Einsatz der Wäscherin Henriette Lustig. Sie war die Erste, die die Tätigkeit des Waschens als Dienstleistung anbot und den Wäschereibetrieb als Gewerbe ins Leben rief. Wohlhabende Familien brachten ihre schmutzige Kleidung zu Henriette, die schon bald nur noch „Mutter Lustig“ genannt wurde. Tüchtig wusch sie all die Wäsche in der Spree, trocknete sie an der frischen Luft auf den grünsten und schönsten Wiesen Köpenicks. Die Kundschaft erstreckte sich über ganz Berlin, sodass Mutter Lustig sich sogar auf den weiten Weg in ferne Stadtteile Berlins machte, um die duftende und frisch gewaschene Wäsche an ihren Besitzer zu überbringen. Aus dem kleinen Betrieb entwickelte sich in den nächsten Jahrzehnten ein großes Gewerbe, das im Jahr 1900 bereits über 4000 Wäscherinnen umfasste.

Direkt an der Spree, unweit des Köpenicker Schlosses befindet sich heute ein Denkmal, das den Titel „Wäscherin“ trägt. Damit soll an die tüchtige Mutter Lustig, die selber 17 Kindern das Leben schenkte, erinnert werden. Das Denkmal befindet sich an einer Bucht an der Dahme mit dem Namen „Frauentog“, ein Ort, der nach einer Legende für besonders fruchtbaren Fischfang berühmt war.

Seit 2014 ist die Wäscherei der berühmten Mutter Lustig wieder in Betrieb, jedoch nicht mehr als Waschküche, sondern als beliebtes Ausflugslokal für die ganze Familie. Seit März 2016 gibt es eine neue Speisekarte, die kaum Wünsche offen lässt. Es gibt ein reichhaltiges und mit Liebe zubereitetes Frühstücksangebot mit originellen Namen für Speis und Trank. So lassen sich zum Beispiel zum Frühstück köstliche Kreationen namens „Die Waschfrau“ oder „Der Hauptmann“ verspeisen. Auch für den kleinen Hunger, süße Kreationen oder ein schönes Florida-Eis ist gesorgt. Und was natürlich nicht fehlen darf: Herzhafte Hausfrauenkost!

Seit Juni 2016 wurde die Bootsanlegestelle direkt am Café eröffnet, wodurch sich Mutter Lustig immer größerer Beliebtheit bei allen Wasserfreunden erfreut, von denen sie nun als gemütliche Wasserraststätte genutzt werden kann. Außerdem laden die zur Mutter Lustig gehörenden Tretboote Frida, Paula, Erna und co. die Besucher auf eine Spritztour auf dem Wasser ein.

Und damit noch nicht genug: Auch die ganz besonderen Anlässe im Leben können bei Mutter Lustig zelebriert werden. Ob Geburtstag, Konfirmation oder Hochzeit – unsere Mutter Lustig lässt sich für jedes besonderes Ereignis etwas Kreatives einfallen!

Direkt am Wasser mit unverschämt guter Aussicht lädt Mutter Lustig in der Müggelheimer Straße 1 von Montag bis Freitag von 11 bis 22 Uhr, Samstag von 10 bis Open-End und am Sonntag von 10 bis 21 Uhr zu sich ein!

Im Sommer beeindruckt uns Mutter Lustig insbesondere durch die Terrasse am Wasser mit einmaligem Ausblick. Im Winter lädt sie zum romantischen, plüschigen Wohlfühlen am Kamin ein und verwandelt das Sommercafé in eine muggelige Kaminhütte!

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