Stadion An der Alten Försterei

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Das Stadion An der Alten Försterei im schönen Köpenick blickt auf eine fast 100-jährige Geschichte zurück. Über 22.000 Zuschauer finden einen Platz im größten reinen Fußballstadion Berlins. Das Stadion An der Alten Försterei ist die Heimspielstätte des 1. FC Union Berlin. International bekannt wurde es durch das sogenannte WM-Wohnzimmer, ein Fanfast, das im Sommer 2014 zum gemeinsamen Fiebern bei der Fußball-WM in Brasilien einlud.

Das Stadion An der Alten Försterei findet seinen Ursprung im Jahr 1920. Zunächst diente es als Ersatzspielstätte für den SC Union Oberschöneweide, denn aufgrund von Wohnungsbau war dieser vorübergehend „stadionlos“. Die Spielstätte war damals bekannt unter dem Namen Sadowa-Platz oder Sportplatz Sadowa. Der Name Sadowa geht zurück auf ein beliebtes Ausflugslokal in der Umgebung. Auch der Bahnhof Wuhlheide trug bis zum Jahr 1929 den Namen Bahnhof Sadowa. Der heutige Name des Stadions bezieht sich auf ein damaliges Forsthaus, das in unmittelbarer Nähe zum Stadion lag. Es war bekannt unter dem Namen Alte Försterei. In den 1930er und 1940er Jahren nannte man das Stadion An der Alten Försterei auch Blumentopp.

Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges dienten an das Stadion angrenzende Kleingärten und der Nebenplatz als Flakstellungen. Das Statdon überstand die Schlacht um Berlin ohne große Schäden. Saniert wurde das Stadion An der Alten Försterei in den 1950er Jahren. Aufgrund dessen musste die Fußballmannschaft von Union, die damals unter dem Namen Motor Oberschöneweide oder Motor Berlin bekannt war, auf andere Spielstätten ausweichen. Dafür wurde beispielsweise das Ernst-Thälmann-Stadion im Volkspark Wuhlheide oder das Hans-Zoschke-Stadion, heute bekannt als HOWOGE-Arena Hans Zoschke, genutzt.

Nach dem Aufstieg des Vereins in die Zweite Liga im Jahr 2001 erhielt das Stadion An der Alten Försterei zunächst nur eine vorläufige Spielgenehmigung. Sie erfüllte die Auflagen vom DFB nur unvollständig. Im Jahr 2008 starteten die anfangs nur für drei Monate angesetzten Umbaumaßnahmen. Am 8. Juli 2009, nach 13 Monaten Bauzeit, feierte das Stadion An der Alten Försterei bei einem Freundschaftsspiel gegen Hertha BSC seine Einweihung. Etwa 2.000 Freiwillige hatten in dieser Zeit kostenfrei ihre helfenden Hände zur Verfügung gestellt. Im Mai 2012 begann die zweite Bauphase, in der die Haupttribüne demontiert wurde. Seit Sommer 2016 schmückt eine neue Video-Anzeigetafel mit neun Metern Breite und fünf Metern Höhe das Stadion An der Alten Försterei. Dass der Ausbau des Stadions weitergehen soll, gab der Verein im Juni diesen Jahres bekannt. Das Ziel ist, die Plätze bis zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2020 von 22.012 auf 36.978 zu erweitern. Bereits im Juli 2018 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.